Re: Backup-System

From: Oliver Fromme <olli(at)lurza.secnetix.de>
Date: Thu, 5 Aug 2004 12:25:03 +0200 (CEST)

Rainer Duffner <rainer(at)ultra-secure.de> wrote:
> Am Mi, 2004-08-04 um 17.18 schrieb Oliver Fromme:
> > [...]
> [...]
> Legato unterstützt FreeBSD ja gar nicht (offiziell), den Port für den
> Client hat ja eine Drittfirma gemacht (feral.com), die jetzt wohl auch
> keine Lust mehr dazu hat bzw. sind wahrscheinlich die Verträge
> ausgelaufen....
> Und überhaupt: wer sich Legato leisten kann, soll halt eine SPARC
> hinstellen statt FreeBSD und gut ist ;-)

Wieso statt? Auf einer Sun unter FreeBSD/sparc64 sollte
auch die Solaris-Version von Legato laufen -- theoretisch.

> > Es kommt dabei nat¼rlich immer auf den Einzelfall. Wenn
> > das System f¼r l¤ngere Zeit unbeaufsichtigt und ohne Opera-
> > toreingriff laufen mu, ist ein Band-Roboter wohl die nahe-
> > liegendste L¶sung.
>
> Das kommt auf die Sichtweise an: HD-basierte Backups laufen ja wirklich
> absolut ohne User-Eingriff, wenn man die Platten nicht wechselt.

Das ist dann aber kein Backup. Da kannst Du genausogut ein
IDE-RAID nehmen.

Fr ein Backup ist es (meiner Meinung nach) zwingend erfor-
derlich, da das Backup-Medium regelmig entnommen und an
einem sicheren Ort gelagert wird -- auf jeden Fall sollte
es von der Stromversorgung getrennt sein. Ein Backup auf
einer Platte, die stndig online ist, hilft Dir z.B. bei
einem Blitzschlag, menschlichem Versagen oder gar Sabotage
berhaupt nichts.

Backup-Medien gehren daher unbedingt regelmig physika-
lisch gewechselt (z.B. tglich, je nach Sicherheitsanfor-
derungen).

> > Nachteil: Du hast keinen automatischen Wechsler, d.h. es
> > mu schon jemand vor Ort sein, der einmal pro Tag o.¤. den
> > Platteneinschub wechselt.
>
> Das dürfte kaum einer von denen machen, die sowas haben.
> Man will sich ja das gewechsele ersparen. Zumindest war das bei unseren
> Kunden so.

Wer Backup-Medien nicht wechselt, hat kein Backup. Punkt.

> > Es gibt zwar auch IDE-Platten-
> > Wechselroboter, aber ich vermute, da die nicht ganz billig
> > sind und/oder nur mit propriet¤rer Software funktionieren,
> > aber da kann ich aus dem Kopf leider nichts genaues sagen.
>
> Naja, lt. dem was ich gesagt bekommen habe ist es bei SCIS-Wechslern
> prinzipiell so, das die alle gleich funktionieren, d.h. das
> SCSI-Kommando um ein Tape von einem Fach ins andere zu schieben ist bei
> allen gleich (fast allen, manche sind dann doch gleicher als gleich...)

Wei ich alles, ich habe mal selbst mit einem SCSI-Band-
wechsler herumgespielt -- aber der hatte halt auch einen
SCSI-Streamer. Ob IDE-Wechsler (noch dazu Plattenwechsler,
nicht Bandwechsler) ein SCSI-Wechselinterface habe, stelle
ich jetzt mal in Frage.

> > So ein System ist durchaus auch f¼r Langzeitarchivierungen
> > geeignet, auer bei sehr kleinen Datenmengen. Eine 80-GB-
> > Platte kostet ca. 60 Euro, eine 160-GB-Platte 90 Euro.
> > Dazu kommen nochmal ca. 10 Euro f¼r den Einschub. B¤nder
> > mit vergleichbarer Kapazit¤t kosten nicht weniger,
>
> Leider nicht.
> Aber wenigstens gibt es in 3-5 Jahren noch 40/80er Tapes zu kaufen, im
> Gegensatz zu 80 GB SATA-Platten (oder - Gott behüte - IDE) ;-))

Ja, aber auch die Backup-Anforderungen wachsen. Wer kann
heutzutage noch sein Backup auf 120-Mbyte-Medien machen?
Der ursprngliche Fragesteller (Alexander, glaube ich)
sprach davon, da er erwartet, da seine Backup-Anforde-
rung in zwei Jahren auf ca. 400 Gbyte wachsen knnte.
Das ist mit einem Wechselplattenkonzept gar kein Problem,
es gibt heute bereits 400-Gbyte-Platten, und in 2 Jahren
drfte das Standard sein. Aber wenn Du heute 6000 Euro in
eine Bandlsung investierst, die fr 50 bis 100 Gbyte be-
messen ist, hast Du in 2 Jahren ein Problem, wenn Du 400
Gbyte sichern mut. Fr hherkapazitive Bnder braucht
man i.allg. neue Streamer-Hardware.

Gru
   Olli

-- 
Oliver Fromme, secnetix GmbH & Co KG, Oettingenstr. 2, 80538 Mnchen
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I suggested holding a "Python Object Oriented Programming Seminar",
but the acronym was unpopular.
        -- Joseph Strout
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Received on Thu 05 Aug 2004 - 12:25:33 CEST

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