Re: Kompatibilitätsfrage (Newbie)

From: Clemens Hermann <neo(at)linuxlupe.de>
Date: Sat, 09 Sep 2000 01:46:41 +0200

Hallo,

erstmal möchte ich mich bei allen bedanken, die mir so schnell,
ausführlich und informativ auf meine doch recht grundlegenden Fragen
geantwortet haben.

> > Kann ich FreeBSD auf meinem PC zu hause einrichten, ein AMD K6II 300?
>
> Die Lizenzbedingungen erlauben so etwas ;-)

gibt es in den Lizenzbedingungen irgendwelche Einschränkungen, die Dinge
verbieten, welche von der GPL erlaubt werden?

> ok ich frag auch immer ;), aber wenn du umsteigst, dann wuerd ich ein
> paar faq und auch vielleicht ein zwei buecher oder so besorgen, complete
> freebsd ist sehr zu empfehlen, auch unix in a nutshell ist sehr
> hilfreich.

Unix in a nutshell liegt neben mir und ich hab mir das Manual zu FreeBSD
ausgedruckt. Bevor ich mich ernsthaft an den Server mache, habe ich
erstmal 4-5 Wochen eingeplant, um ein wenig in den Büchern zu lesen und
mit dem System zu spielen.

> also wuerd ich lieber alle daten "umbauen" auf ufs, ist auf jedenfall
> aus performance-gruenden ratsam.

gut, mach' ich, da ich ja hauptsächlich deshalb (Performance) über
FreeBSD gestolpert bin. Da es eh keine Systemplatten sind, wird das wohl
kaum ein Problem. Demnächst wird das G'raffel hoffentlich eh durch ein
SCSI Array abgelöst.

> ansonsten, du kannst in dem einen rechner ja alles installieren und
> fertig machen, dann zum schluss einen kernel bauen compilieren und
> installieren.
> der wird ja dann erst nach dem reboot rennen.

d.h. Installation mit einem standard Kernel und dann einen eigenen
bauen, der auf das Zielsystem optimirt ist, richtig?

> der umstieg von suse auf bsd ist aber auf jedenfall ein zu begruessender!!!

naja, wenn ich das nicht auch vermuten würde, wäre ich nicht hier.
Dennoch würde ich gerne noch ein paar Argumente hören, die FreeBSD
gegenüber Linux den Vorzug geben. Ich möchte damit wie gesagt meinen
Webserver (apache, qmail, mysql, etc.) betreiben. Früher habe ich viel
mit NT gearbeitet (bitte nicht böse sein ;-), da hatte ich handfeste
Gründe zu wechseln, im Eifer des Gefechts kam mir dann Linux unter, von
irgendwelchen BSDs wusste ich da noch garnix. Jetzt läuft der Server
ganz gut, ich bin eigentlich zufrieden mit SuSE. Was mich etwas stört
ist, dass jede Linux Dist ihr eigenes Süppchen kocht und die
Inkompatibilitäten teilweise sehr weit reichen. Ferner gedeiht Linux ja
immer mehr zum Desktop System, Bemühungen, noch fehlende Server-Features
im Kernel zu implementieren werden nicht unbedingt generell forciert.
Warum BSD? Das weiss ich nicht so recht, es gab im laufe der Zeit einige
Dinge, die mich an Linux gestört haben, aber nie was prinzipielles. Da
ich hoffe, dass der (die) Server in Zukunft mit immer mehr Last
zurechtkommen müssen, bin ich bei Optimierungsversuchen über FreeBSD
gestolpert. Gut, Wenn FreeBSD performanter ist, dann erfülllt es seine
"Mission". Aber gibt es denn nicht noch mehr vorteile von FreeBSD (oder
BSD im allgemeinen) gegenüber Linux?
Was mich noch mehr interessieren würde ist, welche Nachteile hat es
gegenüber Linux?
Falls das nicht zu weit führt, würde ich mich auch freuen, ähnliche
Eckpfeiler in Bezug auf OpenBSD und NetBSD (nur im Vergleich zu FreeBSD)
zu erfahren, gibt es vielleicht eine informative URL zu dem Bereich?

Jedenfalls nochmal danke für die Hilfe.

C.H.

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Received on Sat 09 Sep 2000 - 01:46:48 CEST

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