Re: Embedded-Systems Retailer

From: Heiko Wundram (Beenic) <wundram(at)beenic.net>
Date: Tue, 4 Sep 2007 11:36:35 +0200

Danke für den Hinweis, dass ich viel zu wenig spezifiziert hatte; das ist
natürlich richtig, und das will ich jetzt nachholen.

Am Dienstag 04 September 2007 11:03:05 schrieb Bernd Walter:
> Gut - wenn das ausschlaggebend ist, warum verschweigst du uns dann
> deine Grenzen?

Ich hab im Endeffekt keine wirklich einschränkenden Grenzen was Größe angeht,
nur dass das System möglichst klein sein sollte, da es _outdoor_ in
bestehende (nicht umbedingt 100% wasserdichte) Stehlen eingebaut werden wird
und da nicht unermesslich viel Platz ist wenn eine eigene Wasserdämmung
konzipiert werden muß. 25x25x25 ginge gerade noch, aber viel größer nicht.

Andererseits hab ich nur bedingt an die physikalische Größe hierbei gedacht:
wichtiger ist, dass bei den bisherigen Systemen, die ich gesehen habe (und
mit denen ich arbeite, das sind ganz normale kleine Industrie-PCs), die
Kühlung zwar passiv ist, allerdings die Kisten doch relativ viel Strom
verbraten und dementsprechend aufgrund der zusätzlichen Wasserdämmung heiß
werden; und ich hab implizit einfach physikalische Größe auch mit
Stromaufnahme und Wärmeausstoß in Beziehung gesetzt.

> Die kannst du natürlich embedded betreiben, aber auch einfach nur ein
> FreeBSD installieren.
> Warum muss das ein x86 sein?

Im Moment arbeite ich (wie oben gesagt) mit VIA C3 Industrie-PCs von einer
taiwanesischen Firma, und da die Software (die dafür geschrieben wurde, und
mittlerweilen 45000+ SLOCs hat) relativ "hardware-nah" ist, sprich:
kommuniziert über HCI Raw Sockets mit Bluetooth Dongles, die als
little-endian spezifiziert sind, und ich die laufende Applikation initial
nicht so konzipiert hatte, dass in den Paketen die Byte-Order getauscht wird
(wenn nötig), sollte, wenn ich den Entwicklungsaufwand minimieren will,
das "neue" System auch little-endian sein. Deswegen i386, aber das war
implizit auch nur eine Umschreibung für "little-endian", obwohl die Software
zur Not natürlich auch portiert werden könnte.

Viel wichtiger ist, dass das FreeBSD USB und Bluetooth-Subsystem darauf läuft,
weil das momentan (soweit ich das sehe) die einzige Möglichkeit ist,
Bluetooth HCIs anzuhängen (ohne noch selber Treiber zu schreiben um in den
Genuss der "high-level" Bluetooth-Protokoll-Unterstützung über das
sockets-API von FreeBSD zu kommen).

Damit muß die Hardware natürlich im Endeffekt auch USB-Unterstützung haben,
die von FreeBSD unterstützt wird.

Auch hier gibts wieder eine "weiche" Limitierung: Open/NetBSD haben andere
Bluetooth-Socket sockaddr_* Strukturen, sprich: wenn als Basissystem eines
der "architekturkompatibleren" BSDs zum Einsatz kommt, muß die Applikation
auch großflächig angepasst werden (was nicht unmöglich ist, aber Zeit
kostet). Und FreeBSD ist nun mal eben nicht für viele Prozessorfamilien
verfügbar, deswegen "i386."

Okay, das sind ungefähr die Spezifikationen, an die ich gedacht hatte, und da
ich einige (wirklich kleine) AMD Geode Mainboards gesehen hatte, die über
CF-Karten booten können (und eine USB-Schnittstelle mitbringen), hatte sich
für mich ein Bild von der fertigen Box im Hirn eingebrannt. Ich bin aber
natürlich für alles andere auch offen. :-)

Vielen Dank für den Hinweis!

-- 
Heiko Wundram
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Received on Tue 04 Sep 2007 - 11:38:00 CEST

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