Re: diskless system ohne swap

From: Marc Santhoff <M.Santhoff(at)t-online.de>
Date: Mon, 17 May 2004 17:15:49 +0200

Am Mo, den 17.05.2004 schrieb Oliver Fromme um 15:53:
> Marc Santhoff <M.Santhoff(at)t-online.de> wrote:
> > Am Fr, den 14.05.2004 schrieb Oliver Fromme um 21:22:
> > [...]
> > > Wahrscheinlich arbeiten wir dann wohl auf sehr unterschied-
> > > lichen Leveln. Ich spreche jedenfalls von typischen Anwen-
> > > dungen aller Art, wie sie auf Desktops und Servern laufen.
> > > Ich kann mir dort kaum Situationen vorstellen, in denen man
> > > ausschließlich mit C weiterkäme. Außer natürlich, wenn man
> > > mit bestehendem Code (sprich: Altlasten) arbeiten muß und
> > > nicht alles neu schreiben möchte.
> >
> > Schade, daß die "profiling tools" gegen moderne Software nicht mehr
> > ankommen. Bei diversen Lagen verschiedener Strukturschichten etc. ist ja
> > auch kaum Kraut gegen Ressourcenverbrauch gewachsen.
>
> (Sorry, das wird jetzt total off-topic, aber ich muß mich
> darüber einfach mal auslassen ...)
>
> Gute Programmiersprachen (bzw. deren Entwicklungssysteme)
> haben durchaus auch gute Profiler-Möglichkeiten. Das Pro-
> blem ist, daß viele sie nicht nutzen, sei es aus Faulheit,
> Unwissenheit, oder dem (Irr-)Glauben, es würde nicht viel
> nützen.

Oder weil mal wieder ein Haufen neuer Features eingebaut werden muß,
damit das Marketing Buzzwords absondern kann oder sonstwie gewaltsam die
Versionsnummer ansteigen muß.

[...]
> Ebenso, wie viele (Möchtegern-)Programmierer eine natür-
> liche Scheu vor Debuggern haben, was mir völlig unver-
> ständlich ist. Da werden Sourcen in mühevoller Handarbeit
> mit printf() o.ä. gespickt, anstatt mal eben im Debugger
> durch die fraglichen Aufrufe zu steppen -- was nicht nur
> bequemer, sondern auch aufschlußreicher und sicherer ist.

Das kommt wohl von dem unheimlich einladenden Begrüßungsbildschirm von
gdb. Als ich den das erste Mal sah - nun ja, es hat lang gedauert, bis
ich mich getraut habe darüber wieder nachzudenken. Ein wenig
Unterstützung von xxgdb oder ddd lindert den ersten Schmerz und man kann
tatsächlich damit arbeiten (ja, ich will es bunt oder eben wie früher in
Borlands Debugger und Profiler :).

[...]
> Aber viel erschreckender ist, wie fragil viele dieser Pro-
> gramme sind. Sinnvolle Testmaßnahmen gibt es offenbar
> nicht, die Begriffe »Unit-tests«, »Assertions« usw. sind
> unbekannt. Ist ja auch peinlich, wenn ein Programm plötz-
> lich mit der Meldung »assertion failed« stirbt -- lieber
> mit falschen Daten weiterrechen, um möglichst viel Schaden
> anzurichten. :-)

Das allerdings sollte man sich nicht leisten, da ist schnell der Ruf
dahin. Oder man ist Monopolist und es ist egal. ;)

Ich bezog meine Äußerung auch und gerade auf die dicken Softwarepakete
für die breite Masse, OpenOffice.org z.B. oder vielleicht auch QCAD
(dessen C++ Code ich ohne Magenschmerzen lesen konnte). Die werden von
Version zu Version immer fetter und langsamer.

Andererseits möchte man als Programmierer auch nicht jedesmal das Rad
neu erfinden und so gewöhnt man sich an verschiedene Bibliotheken,
Abstraktionsschichten, etc. Irgendwann muß es dann die Hardware wieder
rausholen...

Gruß,
Marc

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Received on Mon 17 May 2004 - 17:38:30 CEST

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